Sünde | Ehe / Familie / Kinder | Seelsorge (allgemein) | Mo, 12. Januar 2026

Sünde und Zustand - David (12): vollständige Wiederherstellung (2. Sam 12,24-25)


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(00:00:00) Wir haben gesehen, dass Gott mit David gehandelt hatte. David hatte schwer gesündigt, David hatte seine Sünde verborgen, aber Gott hat ihn nicht aufgegeben. Gott sandte ihm den Propheten und Nathan hatte David deutlich gemacht, dass er schwer gesündigt hatte. David hat das aufrichtig bekannt, er hat wirklich Buße getan, aber das hat nicht verhindert, dass die züchtigenden Wege Gottes mit ihm auch weitergegangen sind. Durch seine Sünde, und natürlich hatte Batzebar ebenso gesündigt, aber er als König in seiner Funktion, in seiner besonderen auch Verantwortung, war doch derjenige, den Gott in erster Linie für diese Sünde auch verantwortlich machte. Und Gott hat ihnen das Kind, das aus der Sünde hervorgegangen ist, weggenommen. David hatte noch gebetet und hatte sich noch gedemütigt unter Gottes Hand, aber Gott musste ihm deutlich machen, dass er ohnehin in einer Weise mit ihm gehandelt hat, die überragende Gnade war. Eigentlich hätte er sterben müssen für diese Sünde, abgesehen mal von dem Mord, (00:01:03) der auch noch darauf folgte, aber Gott hat ihm das Leben geschenkt, aber er musste das Leben dessen, der aus dieser Sünde hervorgegangen ist, wegnehmen. Nur wir wissen, dieses Kind ist im Paradies, dort hat es, wenn nicht, dass so ausdrücken darf, ein Leben, das weit besser ist. David hatte sich gedemütigt und in dem Augenblick, als er merkte, dass das Kind genommen war, hat er seine Trauer abgelegt. Er wusste, Gott hat gehandelt, er wusste, Gott hatte recht gehandelt und nun war er in Frieden. Aber Gottes Wege, Gottes Handeln mit David waren noch nicht zu Ende. Wir lesen in 2. Samuel 12 Vers 24, Und David tröstete Bathsheba seine Frau und ging zu ihr ein und lag bei ihr, und sie gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Salomo. Salomo bedeutet Schilomo, friedlich. Und der Herr liebte ihn, Salomo, und er sandte durch Nathan den Propheten und gab ihm den Namen Jedidja, um des Herrn willen. Jedidja bedeutet Geliebter Jas, Geliebter des Herrn. (00:02:05) Wunderbare Tatsache, dass Gott in seiner Gnade seine Zucht auf denjenigen bezieht, der falsch gehandelt hat. Ja, wir lesen, dass Folgen falschen Handelns, das sagt das Gesetz ausdrücklich, auch noch Folgen in der nachfolgenden Generation haben. Und wir sehen das auch in dem Leben von David. Salomo war zwar ein hervorragender König, aber was für Wege ist auch Salomo gegangen. David hatte viele Frauen. Salomo hatte unglaublich viele Frauen. David ist verkehrte Wege gegangen, eben mit Bathsheba. Salomo aber, nachdem er viele Frauen hatte, ist böse Wege gegangen. Und doch, was die persönliche Seite betrifft, so handelt Gott mit mir meiner Sünden wegen. Und wenn meine Kinder falsch handeln, dann handelt er ihrer Sünden wegen mit ihnen. Und das sehen wir hier. Salomo ist nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, was die Beziehung zu Gott betrifft, (00:03:03) was Gottes Liebe betrifft, durch die Sünde von David, sondern er war der Geliebte des HERRN. Und da sehen wir, dass die Zucht Gottes die eine Seite ist, aber die Wiederherstellung die andere. Und die Wiederherstellung, die Gott bewirkt, ist eine vollständige Wiederherstellung. Wir müssen zugeben, dass wir oft nicht wirklich vollständig Buße tun. Und das, was unsere Seite betrifft, die Wiederherstellung manchmal nur halbwegs da ist. Aber was Gottes Seite betrifft, was sein Handeln betrifft, ist das immer vollständig. Das sehen wir ja auch bei Petrus. Petrus hatte schwer gesündigt. Er hatte den Herrn dreimal verleugnet, nachdem er vorher so groß geredet hatte, wenn alle dich verlassen, ich nicht, ich bin sogar bereit mit dir zu sterben. Das war schwerwiegend. Und doch hat der Herr Jesus seinen Jünger nicht einfach fallen gelassen. Im Gegenteil. Als er gesündigt hat, schaute er ihn an. Und das zeigt die ganze Liebe des Herrn Jesus. Und als er dann auferstanden war, Jesus Christus, da war eine der ersten Handlungen, dass er zu Petrus gegangen ist und ihn wiederhergestellt hat. (00:04:01) Das ist die Liebe, das ist die Fürsorge Gottes. So auch hier. Wir finden eine Wiederherstellung, die vollständig ist. Und die sich darin ausdrückt, dass Gott David und Bathseba ein weiteres Kind schenkt. Ob das nun zeitlich so direkt aufeinanderfolgte, können wir gar nicht genau sagen, weil das Alte Testament in vielen Stellen erstens nicht chronologisch ist und zweitens uns die Dinge nicht in unmittelbarer Folge zeigt, aber den sachlichen Zusammenhang, den zeigt eben Gottes Wort hier und er zeigt damit, dass Gottes Fürsorge, dass Gottes Gnade, dass Gottes Liebe David gegenüber und auch Bathseba gegenüber hier vollständig ist. Er schenkt ihm einen Sohn und er zeigt, dass überhaupt kein Schatten darauf fällt. Nun habe ich immer wieder gehört, dass David nach seiner Wiederherstellung nie wieder der Alte geworden ist, dass wir nie wieder finden, dass er, so wie wir das in der Zeit der Verfolgung unter Saul finden, wie wir das auch am Anfang seiner Regierungszeit als König finden, diese Herrlichkeit, diese Hingabe, diese Treue, diesen Gehorsam und damit auch diese herrliche, vorbildliche (00:05:04) Seite auf die Person des Herrn Jesus, dass er den Herrn Jesus in den Leiden und in seiner Herrlichkeit danach vorschattete. Aber das ist nicht ganz richtig. Wenn wir 1. Chronika 28 ansehen und das muss danach gewesen sein, dann lesen wir dort "und David versammelte alle Obersten Israels, die Obersten der Stämme und die Obersten der Abteilungen, die dem König dienten" und so weiter. Vers 2: "Der König David hob sich auf seine Füße und sprach, hört mich meine Brüder und mein Volk, ich hatte in meinem Herzen ein Haus der Ruhe zu bauen für die Lade des Bundes des HERRN und für den Schemel der Füße unseres Gottes und ich schickte mich anzubauen, aber Gott sprach zu mir, du sollst meinem Namen kein Haus bauen, denn du bist ein Kriegsmann und hast Blut vergossen. Und der HERR, der Gott Israels, hat mich aus dem ganzen Haus meines Vaters erwählt, um König zu sein über Israel auf ewig". Und dann spricht er davon, dass eben unter Salomo dieses Haus gebaut werden soll und dann fügt er hinzu in Vers 9: "Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters, diene (00:06:03) ihm mit ungeteiltem Herz und mit williger Seele, denn der HERR erforscht alle Herzen und alles Gebilde der Gedanken kennt er" und so weiter. Und dann heißt es in Vers 11: "Und David gab seinem Sohn Salomo das Muster der Halle des Tempels und seiner Häuser und seiner Schatzkammern und seiner Obergemächer und seiner inneren Gemächer und des Hauses des Sühndeckels und das Muster von allem". Und dann finden wir auch in Vers 15: "Und er gab das Gewicht an für die goldenen Leuchter und für ihre goldenen Lampen" und so weiter. Er hat also alles jetzt gesammelt und übergab das seinem Sohn. Das macht deutlich, dass das, was in dem Herzen von David gewesen ist, um 232, macht deutlich, was für eine Wertschätzung Gott dafür hatte, dass David diesen Platz gesucht hat, wo Gott wohnen wollte. Und er hat eben nicht nur diesen Platz gesucht, sondern hat auch die Materialien zusammen gesammelt und hat sie seinem Sohn, soweit das möglich war, übergeben. Das war nicht so sehr in der Zeit am Anfang, nachdem er von Nathan die Mitteilung bekommen (00:07:02) hat, dass er den Tempel nicht bauen würde, sondern das finden wir, dieses Sammeln über diese ganze Zeit bis zu dem Zeitpunkt, dass er Salomo diese Dinge übergeben hat, eben nach 1. Chroniker 28. Und darüber hinaus finden wir, soweit ich das jetzt übersehen kann, keinen anderen König, der seinen Sohn einsetzte als Herrn und als Herrscher über das Königreich. Das ist also nicht erst geschehen, nachdem David gestorben ist, sondern er hat das schon vor seinem Tod bereitet und ihn auf diesen Königsthron gesetzt. Das heißt, wir können durchaus nicht sagen, dass im Nachgang seiner Sünde und der Wiederherstellung sein Königreich nur noch eine geringere Erhabenheit gehabt hat. Im Gegenteil, wenn es um diesen Tempel geht, dann ist das gewissermaßen der Höhepunkt von allem. Und David war jemand, der ein Bewusstsein hatte, dass er durchaus nicht in allem richtig gehandelt hat. Wenn wir seine letzten Worte lesen, die er dann vor diesem prophetischen Wort, was Psalm 18 wiedergibt, hören, da müssen wir doch sagen, beeindruckend, wie klar er einen Blick hat. (00:08:01) Erstens im Blick auf den Herrn Jesus und zweitens auch über das Versagen in seinem Haus. Ich wünsche dir, ich hätte selbst einen solchen klaren Blick über mein eigenes Versagen, über das Versagen von uns als Vätern auch in der Familie, so wie David das gehabt hat. Also die Wiederherstellung war tatsächlich vollständig und das macht Mut. Es gibt niemanden, den der Herr einfach fallen lässt wegen seiner Sünde. Ja, es gibt Sünde zum Tod nach 1. Johannes 5, wo ich so gesündigt habe, dass der Herr aber mich dann wegnimmt. Wenn er mich hier lässt, dann gibt er jedem die Möglichkeit, nach einer Umkehr, nach einer Wiederherstellung dann auch in den Dienst fortzufahren. Und Petrus ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch keiner der anderen Jünger, der anderen Apostel irgendwie gesagt hat, du aber jetzt nicht mehr, sondern dass da die Wiederherstellung vollständig war. Das wollen wir auch bedenken im Blick auf andere. Im Blick auf uns selbst wollen wir demütig sein, wollen wir demütig werden, wollen wir uns demütigen. Wenn Dinge in unserem Leben vorkommen, die müssen gar nicht dieser Art und dieser Weise sein, dieser Intensität, wie sie bei David gewesen sind, aber dann wollen wir uns immer (00:09:04) überlegen, was ist der richtige Weg, was ist die richtige Art und Weise zu handeln und wollen uns demütigen. David ist ein Spiegelbild unseres eigenen Lebens. David aber ist zugleich ein Denkmal der Gnade und der Fürsorge Gottes auch bei jemandem, auch bei einem Diener, bei jemandem, den der Herr sehr benutzt hat, was Gottes wiederherstellende Gnade bewirkt und das wollen wir mit großer Dankbarkeit im Herzen sehen und wollen das gerade im Blick auf andere immer vor Augen haben, in was für einer Weise Gott David auch nach seinem Fall, nach seiner Wiederherstellung benutzen konnte.