Beruf | Seelsorge (allgemein) | Ehe / Familie / Kinder | Do, 11. Juni 2026

Was für eine Arbeit können Frauen tun?


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(00:00:00) Wir haben uns schon zweimal mit dem Thema Arbeit beschäftigt. Wir haben gesehen, wie wichtig es ist für uns als Christen, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Wir werden ausdrücklich aufgefordert zu arbeiten, und das sollten wir auch so tun. Ich spreche natürlich nicht von diesen absoluten Sonderfällen, dass jemand wirklich krank ist und nicht arbeiten kann. Also nicht jemand, der nicht arbeiten möchte oder der vorgibt, krank zu sein, sondern jemand, der wirklich krank ist. Und es gibt diese Fälle. Das sind Ausnahmen, und dabei wollen wir sie auch belassen. Wir haben auch schon das Thema Frauen und Arbeit, gläubige Frauen und Arbeit gestreift und haben gesehen, was Gott für einen wertvollen Arbeitsplatz der Frau geschenkt hat, die Ehefrau und Mutter ist. Nach Titus 2 wird uns deutlich gemacht, dass es eine wertvolle Arbeit, die Arbeit ist, die Gott einer Schwester überträgt, wenn sie verheiratet ist oder sogar Kinder hat, dass sie für ihren Ehemann da ist, die Liebe an ihren Mann praktischerweise erweist, indem (00:01:03) sie zu Hause für den Mann da ist, für ihre Kinder da ist und dann auch eben mit häuslichen Arbeiten beschäftigt ist. Es wird ausdrücklich damit verbunden, dass damit das Wort Gottes nicht verlästert wird, wenn sie gerade diese Arbeit tut und nicht eben außer Haus einer anderen Arbeit nachgeht. Natürlich haben wir auch gesehen, dass eine Schwester die Schule absolviert hat, dass sie eine Ausbildung macht, vielleicht ein Studium, eine Arbeit nachgeht, um ihren Unterhalt für sich selbst auch zu erarbeiten. Das ist der Sonderfall, wenn sie eben nicht verheiratet ist. Wir finden im Neuen Testament und auch im Alten Testament schöne Beispiele von Frauen, wo wir annehmen können, dass sie nicht verheiratet waren. Der erste Fall, den wir uns anschauen, ist Dorkas. Dorkas wohnte in Joppe. Sie wird Dorkas oder Tabitha genannt, eben je nach Sprache. Und wir lesen ausdrücklich von ihr in Apostelgeschichte 9 Vers 36, dass sie reich war an guten Werken (00:02:04) und Almosen, die sie übte. Wir sehen gerade bei ihr, dass sie sich um Bedürftige kümmerte, dass sie eben nicht nur für ihren eigenen Unterhalt sorgte, sondern vorbildlich war in dem, was sie für andere tat. Und da lesen wir, dass sie dann starb und dass angesichts ihres Heimgangs viele kamen und als Petrus dann auch von Lydda dorthin ging, zu Petrus kamen und ihm deutlich machten, wie wertvoll die Tätigkeit dieser Schwester gewesen ist. Das heißt in Vers 39 "Und alle Witwen traten weinend zu ihm und zeigten ihm die Unterkleider und Gewänder, die Dorkas gemacht hatte, während sie noch bei ihnen war. Ja, wir sind überrascht, was für einen weitreichenden Dienst diese Schwester getan hat. Sie hat gearbeitet, gewiss hat sie auch Kleidung fabriziert, hergestellt, die sie verkauft (00:03:01) hat, aber sie hatte ein besonderes Anliegen, den gläubigen Witwen, den gläubigen Frauen zur Hilfe zu sein und sie durch ihre Arbeit zu unterstützen. Sie ist wirklich vorbildlich in dem, was von dem Herrn Jesus gesagt wird, was wir nicht in den Evangelien finden, sondern in Apostelgeschichte 20 "geben ist seliger als nehmen". Das war eine Schwester, die gab. Sie hat gearbeitet, wir können davon ausgehen, dass sie für ihren eigenen Unterhalt gesorgt hat, aber sie hat eben weitaus mehr getan, sie war so freigebig, dass sie auch für andere gewirkt hat. Wenn das eine Schwester tut, dann ist das wirklich zur Ermutigung, wie wir hier sehen, sogar der ganzen Versammlung. Hoffentlich sind wir solche, die nicht warten, bis jemand heimgeht, um unsere Wertschätzung auszudrücken, sondern dass wir solche sind, die diese Wertschätzung wirklich zeigen, auch während des Lebens einer solchen Schwester oder einer solchen Person. In Apostelgeschichte 16 finden wir dann, dass Lydia uns vorgestellt wird. Da heißt es in Vers 14 "eine gewisse Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus (00:04:03) der Stadt Thyatira, die Gott anbetete, hörte zu, deren Herz der Herr auftat, dass sie Acht gab auf das, was von Paulus geredet wurde. Als sie aber getauft worden war und ihr Haus, bat sie und sagte, wenn ihr urteilt, dass ich dem Herrn treu bin, so kehrt in mein Haus ein und bleibt, und sie nötigte uns". Wir lesen hier nichts von einem Ehemann und müssen davon ausgehen, dass diese Frau entweder Witwe war oder eben unverheiratet. Sie nutzt ihre Zeit, sie war Purpurhändlerin und hat das offenbar erfolgreich getan, war ursprünglich aus Thyatira, war aber eben jetzt nach Philippi gekommen. Und dass diese Frau eine Schwester war, die freigiebig war, die eben nicht nur für sich selbst gearbeitet hat, sehen wir daraus, dass sie dann Paulus und seine Mitarbeiter inständig, eindringlich bat, in ihr Haus einzukehren und für sie zu sorgen. Auch hier sehen wir also, wie verbunden wird einerseits die tägliche Arbeit, die sie getan (00:05:03) hat, mit ihrem Haus, das heißt, da waren auch Sklaven, da waren auch Knechte, da waren Mitarbeiter und auf der anderen Seite, wie sie eben auch Gastfreundschaft übte, eben ohne irgendetwas dafür zu fordern. Wir sehen also, wie Schwestern eine ganz besondere Gelegenheit haben, einerseits für ihr Auskommen zu sorgen und andererseits auch freigiebig zu sein. Wirklich vorbildlich und ich möchte sagen, vorbildlich auch für uns Männer, die wir oft sehr knauserig sein können, sehr auf unseren eigenen Vorteil bedacht sein können, oft nur an uns und unser Fortkommen und unseren Reichtum denken. Apostelgeschichte 18 finden wir dann Priscilla. Von ihr heißt es, dass sie mit ihrem Mann Aquila, der aus Pontus gebürtig war und dann eben gekommen war nach Korinth und dann heißt es, weil er Paulus gleichen Handwerks war, blieb er bei ihnen und arbeitete, denn sie waren Zeltmacher von Beruf. (00:06:06) Wir lesen also, dass diese Frau auch eine berufliche Ausbildung, wenn man das so will, absolviert hatte, nämlich Zeltmacher zu sein. Sie hat mit ihrem Mann zusammengearbeitet. Wir lesen nie etwas von Kindern hier und auf der anderen Seite, dass Paulus bei ihnen war. Wir sehen also, dass in diesem Fall diese Frau die Aufforderung aus Titus 2 beherzigt hat, dass sie mit häuslichen Arbeiten beschäftigt war, dass sie sich wirklich kümmerte um ihren Mann, um dann auch Gäste, also diese Gastfreundschaft geübt hat und zugleich offensichtlich von zu Hause aus diese Arbeit getan hat in der Unterstützung ihres Mannes. Und das finde ich vorbildlich. Wir lesen später nichts mehr davon, dass sie irgendwie einer solchen Arbeit nachging. Wir lesen immer wieder, dass die Versammlung in ihrem Haus war, was zeigt, was für eine Gastfreundschaft, was für ein offenes Herz, was für eine offene Hand diese Schwester zusammen mit ihrem Ehemann hatte. (00:07:02) Aber hier wird eben deutlich, dass sie auch jedenfalls ursprünglich einer solchen Arbeit nachgegangen ist. Und das ist wirklich schön zu sehen. Es ist vorbildlich, wie diese Frau eben nicht für sich selbst wirkte, jedenfalls nicht allein für sich und ihren Mann, sondern dann auch freigiebig war und damit wirklich diesem Vorbild, das wir in Titus 2 finden, nachgekommen ist. Dann gibt es Sprüche 31, die sogenannte tüchtige Frau "eine tüchtige Frau. Wer wird sie finden?" Sprüche 31 Vers 10. "Denn ihr Wert steht weit über Korallen". Und hier dürfen wir sehen, nicht eine Frau, die für euch als Schwestern irgendwie ein unerreichbarer Maßstab ist, wo ihr vielleicht dann entmutigt werdet, sondern wo ihr in mancherlei Hinsicht doch wirklich einen Nutzen aus ihrer Tätigkeit ziehen dürft. Wir sehen, dass sie mit ihren Händen gearbeitet hat. Vers 13 "sie sucht Wolle und Flachs und arbeitet dann mit Lust ihrer Hände". (00:08:02) Wir finden in Vers 14 "sie gleicht Kaufmannsschiffen, von fernher bringt sie ihr Brot herbei". Das zeigt, dass sie strategisches Denken hatte. Wir lesen in Vers 15 "sie steht auf, wenn es noch Nacht ist, bestimmt die Speise für ihr Haus und das Tagewerk für ihre Märkte". Das zeigt, wie zeitlich intensiv sie von zu Hause aus gearbeitet hat. Vers 16 "sie trachtet nach einem Feld, erwirbt es. Von der Frucht ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg". Das heißt, wir haben auf der einen Seite hier, dass sie mit dem Kopf arbeitet. Sie trachtet nach einem Feld und auf der anderen Seite, dass das einherging auch mit einer praktischen Tätigkeit. Wir finden dann in Vers 17 "sie gürtet ihre Lenden mit Kraft, stärkt ihre Arme". Das heißt, Kraft und Ausdauer waren bei ihr zu finden. Vers 18 "sie erfährt, dass ihr Erwerb gut ist. Bei Nacht geht ihr Licht nicht aus". Auch hier nochmal die Ausdauer und dann zugleich die Einsicht, was für einen Erwerb sie tun sollte. (00:09:05) Dann finden wir "sie legt ihre Hände an den Spinnrocken und ihre Finger erfassen die Spindel. Sie breitet ihre Hand aus zu dem Elenden und streckt ihre Hände aus dem Armen entgegen". Das heißt, sie ist ein Vorbild in ihrer Tätigkeit und sie hat ein Herz für auch Bedürftige. Dann finden wir in Vers 21 "sie fürchtet für ihr Haus den Schnee nicht, denn ihr ganzes Haus ist in Karmesin gekleidet". Das zeigt, wie vorausschauend sie ist, so auch wie sie die Speise für ihr Haus und das Tagewerk für ihre Märkte bestimmt hat im Vorhinein. Vers 15, wir sehen in Vers 23 "ihr Mann ist bekannt in den Toren, wenn er bei den Ältesten des Landes sitzt". Das heißt, sie zeigt dadurch, wie sie ihren Mann auch unterstützt. Wir sehen auch, wie vielseitig sie ist. (00:10:01) Vers 22 "sie fertigt Teppiche an, Byssus und Purpur sind ihr Gewand". Vers 24 "sie fertigt Hemden an und verkauft sie, Gürtel liefert sie dem Kaufmann". Das war eine durch und durch vielseitige Tätigkeit, auch ökonomisch klug. Vers 27 "sie überwacht die Vorgänge in ihrem Haus, isst nicht das Brot der Faulheit". Sie ist eine fleißige Frau. Vers 18 "ihre Söhne stehen auf und preisen sie glücklich, ihr Mann steht auf und rühmt sie". Das heißt, sie arbeitet auch nicht auf Kosten ihrer Fürsorge für die Kinder. Es ist ja auch heute eine Gefahr, dass man eben nicht mehr an die Kinder denkt, sondern an sein eigenes Fortkommen. Nur diese Frau ist im Alten Testament. Sie entspricht also nicht notwendigerweise all den Hinweisen, die wir im Neuen Testament finden, weil im Alten Testament das Gesetz galt und damit nicht die christliche Zeit, wo wir eben zum Beispiel in Titus 2 darüber hinausgehende Hinweise bekommen. Aber wir sehen doch, wie Tüchtigkeit hier bezeichnet wird. Und wenn du eine Schwester bist, die alleinstehend ist, dann kannst du das hier zeigen in dieser Tüchtigkeit. (00:11:05) Und wenn du eine verheiratete Frau bist, wenn du eine Mutter bist, dann kannst du durch diese Art und Weise, wie du mit deiner Zeit umgehst, eben auch diese Vielseitigkeit, dieses Ausdauernde, dieses Vorausschauende, diese Einsicht, diese Vorbild, auch diese Vielseitigkeit, auch diesen Fleiß zeigen. Und ich finde es wertvoll, sich das anzuschauen. Wir können also folgende Schlussfolgerung ziehen. Junge Schwestern erlernen einen Beruf. Sie wissen ja nicht, ob sie heiraten. Unverheiratete arbeiten. Ehefrauen wollen für ihren Mann da sein, weil Gott das sagt. Mütter für ihren Mann und ihre Kinder. Auch für den Haushalt. Ältere Schwestern wollen Zeit haben und Vorbild sein für jüngere Schwestern. Und wir wollen davor warnen, durch die Midlife-Crisis, wie man das manchmal so nennt, dann dahin zu kommen und zu sagen, mir reicht das nicht mehr. Ich habe irgendwie keine Erfüllung mehr. Und dann einer bezahlten Arbeit nachzugehen. (00:12:02) Es gibt so viele Aufgaben in Gottes Volk. Ich spreche natürlich jetzt nicht von Gegenden, wo weit und breit nur ganz, ganz wenige Geschwister sind und wo man auch diese Aufgaben dann vielleicht nicht in dem Maß mit Gläubigen wahrnehmen kann. Aber an vielen Orten, jedenfalls in dem Land Deutschland, ist es noch möglich, wirklich zum Segen von Glaubensgeschwistern zu sein. Da gibt es jüngere Familien, die freuen sich, wenn eine Ehefrau, Mutter ihnen unterstützend zur Seite stehen kann, die eben jetzt keine Kinder mehr zu Hause hat. Da gibt es so viele segensreiche, seelsorgerliche und auch praktische Hilfestellungen, die jemand geben kann, dass man sich manchmal wundert, dass man dann meint, noch Zeit zu haben für eine bezahlte Arbeit. Man kann nur empfehlen, wirklich ein Auge zu haben für die Gläubigen, auch für die Ungläubigen, denen man zur Seite stehen kann, vielleicht im Umfeld des Hauses und nur ermutigen, diese Aufgaben wahrzunehmen im Rahmen dessen, was Gott euch als Schwestern anvertraut hat. (00:13:03) Es ist so wertvoll, es ist so nützlich, es ist so notwendig. Es ist so verherrlichend für den Herrn, dass man eben diese Hinweise in der Schrift wirklich ernst nehmen kann als Ermunterung und als Ermutigung für euch.