Manchmal wird gefragt, ob es für einen Christen überhaupt erlaubt ist, Vorsorge für später zu treffen und dafür "zurückzulegen". Wenn man Gottes Wort mit offenem Herzen liest, wird man die richtigen Antworten bekommen und erkennen.
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(00:00:00)
Wir haben gesehen, dass Gott möchte, dass wir arbeiten.
Wir haben gesehen, dass Gott möchte, dass wir nicht nur für unseren eigenen Lebensunterhalt
aufkommen, das sollen wir unbedingt, sondern auch für Arme, für Bedürftige und auch
für das Werk des Herrn.
Jetzt kann man natürlich auch ängstlich Sorge haben, wie soll es weitergehen?
Reicht das alles?
Man kann sich darum wirklich ängstlich sorgen, dass sich alles nur noch darum dreht, reicht
das eigentlich für uns?
Und dem begegnete der Herr Jesus in der sogenannten Bergpredigt, wenn er sagt in Matthäus 6,
Vers 25
"Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, noch für
euren Leib, was ihr anziehen sollt".
Das heißt, der Herr Jesus möchte uns bewahren, dass sich unser ganzes Leben nur noch mit
den Ängsten beschäftigt, reicht das?
Reicht das für das Essen, reicht das für die Bekleidung?
Wir sollen dafür arbeiten, das haben wir gesehen, aber ich kann in einer Weise damit
beschäftigt sein, dass sich alles nur noch darum dreht, und das möchte der Herr Jesus nicht.
Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? (00:01:02)
Der Herr macht damit deutlich, dass das Leben sich doch nicht konzentriert auf die Frage
von Nahrung und Bekleidung.
Und dann führt er Tiere an.
"Seht hin auf die Vögel des Himmels," - Vers 26 - "dass sie nicht säen, noch ernten, noch
in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.
Seid ihr nicht viel vorzüglicher als sie?"
Die Vögel sind keine, die jetzt aus lauter Angst ständig mit der Nahrung beschäftigt
sind.
Sie picken einfach, sie holen sich das, was sie nötig haben.
Und dieses Vertrauen in den Schöpfer, das instinktiv in diese Vögel durch Gott hineingelegt
wurde, das darf auch uns prägen.
Vers 27 "Wer aber unter euch vermag, mit Sorgen seiner Größe eine Elle zuzufügen".
Ja, können wir zum Beispiel unserer Lebenslänge durch die Sorge irgendetwas hinzufügen?
Nicht, gerade nicht.
Wenn ich ständig in Sorge bin, wenn ich ständig ängstlich bin, wenn sich alles nur um diese
Frage dreht, dann wird mein Leben eher kürzer als länger. (00:02:03)
Vers 28 "Warum seid ihr um Kleidung besorgt?
Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen.
Sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht.
Ich sage euch aber, dass selbst nicht Salomo in all seiner Herrlichkeit bekleidet war wie
eine von diesen".
Wir sehen also, dass Gott nicht nur die Vögel ernährt, sondern auch, dass er die Blumen
wachsen lässt.
Das heißt, wir brauchen nicht ständig Sorge zu haben, wie soll das weitergehen.
Damit will ich überhaupt nicht auf Menschen herabblicken, auch Gläubige, die gerade am
Existenzminimum leben.
Aber gerade für sie sind diese Verse, dass es einen Vater gibt im Himmel, der für sie
sorgt, einen Vater, der sich um sie kümmert, einen Vater, der ein Herz hat für sie, einen
Vater, der sie eben gerade nicht im Stich lässt.
Nun werden diese Verse manchmal in einer falschen Weise angewendet.
Da heißt es, schau mal, die Tiere brauchen nicht für sich zu sorgen, die Blumen auch
nicht, also du auch nicht, arbeite gerade so viel, wie du jetzt nötig hast und mehr (00:03:02)
brauchst du nicht, was die Zukunft bringt, da wird schon Gott für sorgen.
Und das ist ein großer Irrtum.
Gott sorgt nicht für das, was er uns anvertraut hat, denn wir sind nicht instinktgetriebene
Menschen, wie ein Vogel einen Instinkt hat und danach lebt, wie eine Pflanze gar keinen
Instinkt hat, weil sie gar keinen Willen hat, sondern eine Pflanze ist, die durch Gott bewahrt
und ernährt wird und zum Wachstum gebracht wird.
Gott hat uns einen Verstand gegeben, Gott hat uns einen Geist gegeben, der zeigt, dass
wenn ich weiß, dass ich Kinder habe, ich natürlich für sie sorgen muss.
Wenn ich weiß, dass der Herr Jesus nicht zugesagt hat, dass er heute kommt oder morgen kommt,
dass ich also auch diesen Verstand nutzen kann, um Vorsorge zu haben, für Vorsorge
zu sorgen.
Das heißt eben nicht ständig besorgt zu sein, das möchte der Herr nicht, das ist
die Belehrung hier in Matthäus 6.
Was er uns keineswegs hier lehren möchte ist, dass ich mich um nichts mehr zu kümmern
habe, dass ich sagen kann, der Herr wird schon für meine Nachkommen sorgen, wird er nicht, (00:04:02)
denn das, was ich tun kann, übernimmt nicht der Herr, er übernimmt das, was ich nicht
tun kann.
Wenn es also Menschen gibt, die wirklich arbeiten, wie sie das können und dann am Existenzminimum
leben, die dürfen darauf vertrauen, dass der Herr ein Herz für sie hat und sich um
sie kümmert.
Aber ich, der ich eine Fähigkeit habe zu arbeiten, der ich auch für guten Lohn arbeiten
kann, ich bin von dem Herrn selbst verantwortlich gemacht, auch dafür zu sorgen, dass es weitergeht.
Auch für meine Kinder, wenn sie vielleicht einmal eine Ausbildung machen müssen, vielleicht
auch nicht nur zu Hause.
Dann hat der Herr mir einen Verstand gegeben, der eben nicht instinktgetrieben ist, sondern
der dafür sorgen kann, dass sie das auch tun können.
Wichtig dabei ist, dass sich nicht alles um diese Frage dreht, sondern dass ich das im
Vertrauen zu dem Herrn tue, dass nicht mein ganzes Streben ist, möglichst viel Geld zu
machen, das haben wir gesehen, 1.
Timotheus 6 Vers 8, es geht nicht um Luxus, sondern dass ich dankbar bin für das, was
der Herr mir gibt und in einer guten Einsicht und Weisheit das Verständnis, auch die Fähigkeit (00:05:07)
arbeiten zu können, und das ist ein Segen, ein irdischer Segen, den Gott mir gegeben
hat, dafür zu benutzen, dass eben auch meine Familie und ich im Alter, sagen wir, wenn
ich nicht mehr arbeiten kann, dann ein Auskommen habe, das reicht, um dieses Leben zu bestreiten.
Keiner sollte denken, Gott wird ja für mich sorgen, ich brauche nicht für mich zu sorgen.
Das bedeutet, dass ich meine Verantwortung an Gott delegiere und das lässt Gott nicht
zu.
Gott möchte, dass wir im Vertrauen zu ihm leben, aber Gott möchte, dass wir unseren
Verstand einsetzen, er hat uns nämlich den Verstand nicht gegeben, dass wir ihn ausschalten,
sondern dass wir diesen Verstand zu seinem Segen benutzen.
Nun haben wir schon gesehen, dass wir nicht nur für uns sorgen sollen, sondern auch für
Bedürftige, auch für das Werk des Herrn.
Und in diesem Zusammenhang gibt es ja gerade im 1. und 2. Thessalonicher Brief eine Menge (00:06:01)
an wichtigen, an nützlichen Belehrungen.
So zeigt der Apostel Paulus in 1. Thessalonicher 4, ab Vers 10 bis 12 "Denn das tut ihr auch
allen Brüdern gegenüber, Liebe erweisen, die in ganz Mazedonien sind, wir ermahnen
euch aber, Brüder, reichlicher zuzunehmen, um euch zu beeifern, still zu sein und eure
eigenen Geschäfte zu tun und mit euren eigenen Händen zu arbeiten, so wie wir euch geboten
haben, damit ihr ehrbar wandelt vor denen, die draußen sind und niemand nötig habt".
Das heißt, Gott möchte, dass wir dadurch, dass wir ehrlich und fleißig und gut arbeiten,
auch vor der Welt ein Zeugnis sind.
Wenn unsere Arbeitskollegen nämlich sehen, dass wir ständig vor der Arbeit davonlaufen,
dann ist das eben nicht ehrbar, dann ist das nicht ein Leben, das den Herrn verherrlicht,
sondern dann sind wir ein schlechtes Zeugnis, dann zeigen die Menschen mit dem Finger auf
uns und sagen, das sind faule Leute, wir müssen ihre Arbeit tun, nein, das sollen wir nicht (00:07:01)
so tun.
Oder sie sagen, die leben ja vom Staat, nein, das sollen wir, wenn es eben geht, vermeiden,
sondern unserer eigenen Arbeit nachgeben.
Oder sie sagen, das sind ja faule Leute, da würden wir gerne mal wissen, woher sie eigentlich
ihr Leben nehmen.
Wir sollen ein Zeugnis durch eine Treue, durch eine gute Arbeit auch vor der Welt haben.
Und das bedeutet auch, dass wir Freude bei der Arbeit haben dürfen.
Salomo, der Prediger, sagt in Prediger 3 in den Versen 12 und 13 "Ich habe erkannt,
dass es nichts Besseres unter ihnen gibt, den Menschen auf der Erde, als sich zu freuen
und sich in seinem Leben gütlich zu tun, auch, dass er isst und trinkt und Gutes sieht bei
all seiner Mühe, ist für jeden Menschen eine Gabe Gottes".
Das heißt, wenn ich jeden Morgen aufstehe mit Magenschmerzen, jetzt muss ich wieder
zur Arbeit gehen, dann ist das nicht nach Gottes Gedanken, das möchte Gott nicht, sondern
er erlaubt uns, er sagt, wir können Freude haben bei der Arbeit und wir dürfen das tun. (00:08:01)
Das gilt übrigens sowohl für die Arbeit im Reich Gottes, wie auch die Arbeit im irdischen
Bereich.
Wir dürfen, wir können Freude haben und es ist besser, Freude zu haben, als ständig
mit Schmerz zur Arbeitsstelle zu gehen und sich geradezu Magengeschwüre sozusagen anzueignen.
Nun, wir haben schon über die Frage nachgedacht, wer arbeiten soll, haben gesehen, das sind
die Männer, aber dass, wenn eine Frau alleinstehend ist, sie natürlich einer Arbeit nachgehen
kann und auch soll, um für ihren Unterhalt zu sorgen.
Wie ist das nun mit Ehefrauen und Müttern?
Und da sagt der Apostel Paulus in Titus 2 in Vers 3 bis 5 "dass die älteren Frauen
die jüngeren lehren sollen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, besonnen, keusch,
mit häuslichen Arbeiten beschäftigt, gütig den eigenen Männern untergeordnet zu sein,
damit das Wort Gottes nicht verlästert werde".
Das heißt, das Wort Gottes wird verlästert, wenn eine Ehefrau, eine Mutter eben nicht (00:09:02)
für den Haushalt sorgt, die kann auch weglaufen, man kann Schulprojekte und ich weiß nicht,
was alles, man auch einer bezahlten Arbeit nachgehen, statt sich um die Familie zu kümmern.
Und dann wird das Wort Gottes verlästert.
Nein, Ehefrauen und Mütter haben das Vorrecht, sich um den Ehemann zu kümmern, dafür zuhause
zu sein, sich um die Kinder zu kümmern, da zu sein, wenn sie nach Hause kommen, das vorbereitet
zu haben, wenn die Kinder kommen, dass sie zum Beispiel essen können und nicht irgendwo
ein Essen abholen müssen, dass sie eine Atmosphäre der Liebe antreffen, das ist eine wunderbare,
wertvolle Arbeit, sich um den Haushalt zu kümmern.
Nicht, dass das andere machen, nicht, dass man eben Au Pairs und was weiß ich alles in Anspruch
nimmt, statt selber diese Arbeit zu machen.
Das ist ja so eine Herausforderung auch für Mütter, die in Ländern leben, wo man Homeschooling
machen kann, dass sie dieser Arbeit nachgehen und dann andere für den Haushalt, andere
für das Essen und so weiter sorgen müssen. (00:10:02)
Gott möchte, dass das die Ehefrauen machen, dass das die Mütter machen, das lesen wir
hier, das ist Gottes Anspruch für unser Leben und das ist eine außerordentlich wertvolle
Arbeit.
Hoffentlich sind wir als Ehemänner, als Väter solche, die das wertschätzen, die diese Wertschätzung
auch ausdrücken.
Und zwar nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten und auch in angemessener Weise,
dass wir unseren Ehefrauen, dass wir den Müttern unserer Kinder, die mit uns Eltern
sind, dass wir ihnen wirklich Wertschätzung und Ehre und Ehrbarkeit entgegenbringen für
diese wertvolle, diese schwierige, diese ständige Arbeit, die sie tun, die zur Verherrlichung
Gottes, zur Verherrlichung des Herrn ist.
Also lasst uns daran denken, dass wir das wertschätzen, aber dass wir nach diesen biblischen
Prinzipien weiter auch handeln, der eben gerade möchte, dass die Ehefrauen und Mütter mit
diesen Dingen beschäftigt sind und eben nicht einer bezahlten Arbeit nachgehen, wenn es
eben geht.
Natürlich gibt es diese Ausnahmen, aber lasst uns nicht die Ausnahmen zur Regel machen, (00:11:03)
sondern die Ausnahmen da lassen, wo sie sind.
Ausnahmen.
So wird Gott geehrt.
So sind wir ein gutes Zeugnis vor der Welt, selbst wenn das in dieser Gesellschaft heute
alles ganz anders geregelt wird.