Beruf | Seelsorge (allgemein) | Fr, 8. Mai 2026

Der Christ und die Arbeit


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(00:00:00) Ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens ist die Arbeit. Mit Arbeit meine ich nicht notwendigerweise eine bezahlte Arbeit, denn viele Schwestern, viele Frauen haben als ihre wichtigste Arbeit die Erziehung ihrer Kinder, die Beschäftigung mit dem Haushalt und diese Dinge. Und das ist eine wunderbare Beschäftigung, die ist kein Stück schlechter, die ist kein Stück weniger wert als die Arbeit für Lohn, das heißt für materiellen Lohn. Nun worum geht es? Es geht darum, dass Christen arbeiten sollen. Wie sagt der Apostel Paulus in 1. Thessalonicher 4 Vers 11? "Ihr sollt euch beeifern, still zu sein und eure eigenen Geschäfte zu tun und mit euren eigenen Händen zu arbeiten, so wie wir euch geboten haben". Wir haben also ein grundsätzliches Gebot zu arbeiten. Gott möchte, dass wir arbeiten und das ist jetzt nicht in unser Belieben gestellt, sondern Gott hat uns das in seinem Wort, gerade in den Thessalonicher-Briefen mehrfach deutlich gemacht, dass es Recht ist in der heutigen Zeit zu arbeiten. (00:01:01) Und es hilft vielleicht ein paar grundsätzliche Gedanken über das Arbeitsleben von uns Gläubigen, auch von uns Christen in der heutigen Zeit zu überdenken, damit wir das in der rechten Gesinnung, in der rechten Ausrichtung, in dem rechten Maß, in dem rechten Rahmen tun. Wir könnten zum Beispiel fragen, seit wann wird gearbeitet? Und es ist ganz interessant, dass das etwas ist, was wir aus dem Garten Eden mitnehmen, mitgenommen haben. Denn wir finden in 1. Mose 2, das gesagt wird zu Adam, Vers 15, §Und Gott, der HERR, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren". Und dann heißt es in Vers 19 "Und Gott, der HERR, bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und erbrachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde und wie irgendein Mensch ein lebendiges Wesen nennen würde, so sollte sein Name sein. Und der Herr gab, der Mensch gab Namen allem Vieh und den Vögeln des Himmels und allen (00:02:05) Tieren des Feldes, aber für Adam fand er keine Hilfe, die ihm entsprach". Wir sehen also hier, dass Gott in dem Garten Eden schon zwei Arten von Arbeit gab, erstens den Garten zu bebauen und zu bewahren, wir würden sagen, das ist körperliche, physische Arbeit und dann gab er ihm den Auftrag, die Tiere zu benennen, das ist geistige Arbeit, das heißt die grundsätzliche Arbeitsweise, die wir bis heute kennen, körperliche, handwerkliche Arbeit und geistige Arbeit gab es damals schon und interessanterweise fängt Gott an mit der körperlichen Arbeit, er fängt nicht mit der geistigen Arbeit an. Für uns heute ist oftmals das besser bezahlte die geistige Arbeit, Dienstleistungsarbeit und so weiter, aber Gott zeigt, dass er mindestens gleicherweise dieses Beschäftigen, das Bewahren und das Bebauen die körperliche Arbeit wertschätzt und so wollen wir das auch tun. Es kommt nicht darauf an, was du für eine Arbeit tust, sondern dass du deine Arbeit (00:03:02) tust, dass du dich beschäftigst und dass du eben dieser Arbeit nachgehst, die wie wir gesehen haben in 1. Thessalonicher 4 Vers 11 wirklich von Gott gegeben ist und von Gott gewünscht ist. Nun wissen wir, dass diese Arbeit alles andere als leicht ist und das ist eben die Folge des Sündenfalls. Wie heißt es in 1. Mose 3 Vers 17? Und zu Adam sprach Gott nach dem Sündenfall "weil du auf die Stimme deiner Frau gehört und gegessen hast von dem Baum, von dem ich dir geboten und gesprochen habe, du sollst nicht davon essen, so sei der Erdboden verflucht um deinet Willen, mit Mühsal sollst du davon essen alle Tage deines Lebens". Vers 18 "Und Dornen und Disteln wird er dir sprossen lassen und du wirst das Kraut des Feldes essen, im Schweiß deines Angesichts", Vers 19 "wirst du dein Brot essen bis du zurückkehrst zur Erde". Das heißt, wir lernen hier, dass es anstrengend geworden ist zu arbeiten und dass wir trotzdem arbeiten sollen. (00:04:01) Gott gibt Adam den Auftrag zu arbeiten, nachdem er das im Garten Eden getan hat, jetzt wird er aus dem Garten Eden vertrieben, aber der Auftrag zu arbeiten bestand weiter fort, er ist nur anstrengend geworden und davor sollen wir nicht fliehen. Es gibt leider auch heute, auch unter Christen, manchmal die Angewohnheit vor der Arbeit zu fliehen, die Arbeit anderen zu überlassen, möglichst früh in Rente zu gehen, das ist manchmal fast wie ein Wettbewerb, wer kann früher in Rente gehen und Gott sagt nein, wir sollen arbeiten, nicht, dass Gott uns ein bestimmtes Alter festlegt, aber er sagt, dass wir arbeiten sollen und hier in den Versen 17-19 lernen wir auch, wer arbeiten soll, die Männer. Gott hat also gerade uns Männern deutlich gemacht, dass wir einer Bezahlten oder einer Arbeit überhaupt nachgehen sollen und natürlich, ich komme gleich noch dazu, warum, für den Unterhalt. Also wir sollen arbeiten, wir können dem nicht einfach davonlaufen, sondern Gott macht ganz (00:05:01) deutlich, dass wir bewusst dieser Arbeit nachgehen sollen, auch wenn sie Schweiß kostet, auch wenn sie anstrengend ist, das ist unser Auftrag. Und dann können wir fragen, wofür sollen wir arbeiten? Und da sagt der Apostel Paulus in 2. Thessalonicher 3 in Vers 12 "Solchen aber gebieten wir, nämlich die nicht arbeiten, nicht arbeiten wollen, und ermahnen sie im Herrn Jesus Christus, dass sie in der Stille arbeiten, arbeitend ihr eigenes Brot essen", das heißt, wir sollen für den eigenen Unterhalt aufkommen. Und das macht deutlich, dass das etwas ist, was nicht nur Männern gilt. Wenn eine junge Frau die Schule besucht hat, dann soll sie eine Ausbildung angehen, dann soll sie einer Arbeit nachgehen, denn sie weiß nicht, ob sie heiratet, das ist heute eben oftmals nicht mehr gegeben und dann ist es gut und dann ist es recht, dass eine Frau für ihr eigenes Auskommen arbeitet, um ihr eigenes Brot zu essen, gemeint ist, für (00:06:01) das Brot selbst zu zahlen. Und das möchte Gott. Wir sollen weder dem Staat, noch der Familie, noch anderen Gläubigen auf der Tasche liegen. Wir sollen bewusst arbeiten. Ich gehe jetzt nicht von dem Sonderfall aus, dass jemand krank ist, dass jemand durch eine körperliche Behinderung, durch eine geistige Behinderung, durch eine seelische Behinderung krank ist. Aber selbst da kann man manches vorschieben und wir haben das erlebt und das ist nicht gesund. Und alle merken das und man selbst, man schlängelt sich so durch, man gibt vor, dass man nicht arbeiten kann. Es gibt noch mal, es gibt solche, die nicht arbeiten können, aber man kann das auch wie so eine Monstranz vor sich herfahren lassen, vor sich herführen. Ich kann ja nicht, kann man wirklich nicht. Es ist doch erstaunlich, dass es viele sogar mit Behinderungen gibt, die einer Arbeit nachgehen, mag sie noch so schlecht bezahlt sein. Deshalb lasst uns das eigene Leben und die eigene Krankheit nicht pflegen, sondern lasst (00:07:03) uns wo eben möglich, lasst uns wirklich versuchen, einer Arbeit nachzugehen. In 1. Timotheus 6 lernen wir dabei, dass es nicht darum geht, für Luxus zu arbeiten. Der Apostel sagt in Vers 8 "Wenn wir aber Nahrung und Bedeckung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen". Wir sind ja oft nur mit dem Besten zufrieden. Vielleicht kennst du das auch aus deinem Leben, so wie ich aus meinem Herzen. Und hier sagt Paulus, wir sollen nicht für den Luxus arbeiten. Das heißt übrigens nicht, dass wir alle unsere Arbeit reduzieren sollen, Arbeitszeit und so weiter. Das ist manchmal so ein falscher Gedanke. Nur der ist geistlich, der möglichst wenig arbeitet, nur gerade eben für seinen Unterhalt und den Rest dann geistliche Arbeit tut. Nein, denn wir finden gleich noch andere Aspekte, wofür wir arbeiten sollen, eben nicht nur für unseren eigenen Unterhalt, aber wir wollen doch unser Herzen prüfen, ob wir möglichst viel Geld scheffeln, möglichst reich werden wollen, auch durch die Arbeit, vielleicht auch Ansehen bekommen wollen. (00:08:02) Das ist nicht nach Gottes Gedanken. Aber wir sollen nicht nur für uns arbeiten. In Epheser 4 lesen wir, dass der Apostel uns zeigt, dass wir auch ein Auge für andere haben sollen. Da heisst es in Epheser 4 in Vers 28: "Wer gestohlen hat, stehle nicht mehr, sondern arbeite vielmehr und wirke mit seinen Händen das Gute, damit er dem Bedürftigen etwas zu geben habe". Wir arbeiten also nicht nur für uns selbst, diese 20 Stunden, die wir vielleicht für uns persönlich brauchen oder wenn wir eine Familie haben, dann eben die 40 Stunden, sondern auch für Bedürftige, die gibt es, die gibt es auch unter Gläubigen, die gibt es gerade in Ländern, wo vielleicht Krieg ist oder bei solchen, die durch bestimmte Umstände eben bedürftig geworden sind. Ich rede jetzt nicht von eigener Verantwortung durch Spekulationsgeschäfte oder sonstiges, sondern durch die Lebensumstände und dann sollen wir ein Herz haben für solche Gläubige. (00:09:01) Aber nicht nur das, der Apostel, der den Hebräerbrief geschrieben hat, vermutlich Paulus, er zeigt uns, dass wir für das Werk des Herrn auch geben sollen. Da ist es in Hebräer 13 Vers 16: "Das Wohltun aber und Mitteilen vergesst nicht, denn an solchen Opfern hat Gott wohlgefallen". Ja, das ist ein Opfer, das ist eine Hingabe für ihn und die sollen wir geben, sowohl für solche, die arm sind, als auch für das Werk des Herrn. Wir sollen wohltun, wir sollen mitteilen und das in dem Sinn, wie der Herr Jesus das gesagt hat und das sagte Apostel Paulus, den Ältesten von Ephesus in Milet, Vers 35 heißt es dort in Apostelgeschichte 20 "Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeitend sich der Schwachen annehmen, das haben wir gesehen, und der Worte des Herrn Jesus gedenken müsse, der selbst gesagt hat, geben ist seliger als nehmen". Das ist sehr bemerkenswert, dass es das einzige Wort des Herrn Jesus ist, das uns nicht in (00:10:01) den Evangelien mitgeteilt wird von dem, was der Herr Jesus während seines Erdenlebens gesagt hat, sondern erst eben später hier in der Apostelgeschichte. Also wir wollen uns merken, wir wollen von Herzen arbeiten für den Herrn, wir wollen diese Arbeit tun, nicht nur für uns, das sollen wir und das ist richtig und das ist notwendig, das will Gott, sondern auch für andere, für Bedürftige, für solche, die nichts haben und auch für das Werk des Herrn und deshalb eben arbeite nicht, dass es gerade für dich reicht, sondern arbeite, wie der Herr das sagt, dass wir einer normalen Arbeit nachgehen, wenn der Herr nicht in Ausnahmen einen anderen Weg führt, damit du auch anderen geben kannst, wie der Herr das gewünscht hat, geben ist seliger als nehmen. Das ist wirklich eine gute Motivation, das ist ein Vorrecht und dem wollen wir von Herzen gerne nachkommen.