Die moderne Sexualethik hat mit Gottes Wort nichts mehr zu tun. Das ist leider nicht nur in unserer Gesellschaft so, sondern genauso in den Kirchen, ja bis hin in den evangelikalen Bereich. Wie wichtig ist es daher, sich auf Gottes Wort zurückzubesinnen. In einem folgenden Podcast beschäftigen wir uns dann mit einigen seelsorgerlichen Aspekten dieses Themas.
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Es ist für junge Menschen, aber auch für Ältere nicht so ganz einfach, sich in dem
Dschungel der Geschlechtsethik unserer modernen Gesellschaft zurechtzufinden. Dieser Dschungel
besteht ja nicht nur in dieser Gesellschaft, in dieser Welt, dem System unter der Herrschaft
des Teufels, sondern inzwischen leider auch in den großen Kirchen, ja nicht nur dort,
sondern auch im evangelikalen Bereich, wo die biblische Geschlechtsethik, Sexualethik
immer weiter aufgeweicht bzw. verfremdet, verfälscht und ins Gegenteil verkehrt wird.
Daher ist es immer wieder gut, zurückzukehren zu dem, was Gottes Wort sagt und bei dem zu
bleiben. Warum? Weil das der einzige Weg ist, auf dem man wirklich glücklich leben kann.
Wer meint, auf einem anderen Weg wirklich glücklich zu werden, der ist wirklich auf
einem Irrweg und der macht sich etwas vor, der lässt sich etwas vormachen oder der verführt
letztlich andere und führt sie am Ende auf einen wirklich falschen Weg, wo sie unglücklich
werden, bis hin dazu, dass Menschen auf diesem Weg dann auch suizidal gefährdet sind. (00:01:01)
Fangen wir an mit der Schöpfungsordnung Gottes, mit Gottes Geschlechts- oder Sexualethik.
Wir lesen in 1. Mose 1 Vers 27: "Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes
schuf er ihn, Mann und Frau schuf er sie". Damit wird ganz deutlich, dass Gott von Anfang
an vorgesehen hat, dass es Mann und Frau gibt und nicht Mann und Mann, Frau und Frau, sondern
ausdrücklich heißt es Mann und Frau. "Und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen:
Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht
über die Fische des Meeres" und so weiter. Das heißt Mann und Frau zusammen, das ist
ja bis heute unstrittig, Mann und Mann können keine Kinder bekommen, sie können auf irgendwelchen
anderen Wegen sich Kinder organisieren, aber sie können keine Kinder bekommen, Frau und
Frau nicht, Mann und Mann nicht, sondern nur Mann und Frau, Gottes Schöpfungsordnung.
Zweitens, der bleibende Grundsatz ist nach 1. Mose 2 Vers 24: "Darum wird ein Mann seinen
Vater und seine Mutter verlassen" - nicht seinen Vater und seinen Vater und nicht auch seine
Mutter und seine Mutter, sondern seinen Vater und seine Mutter verlassen - "und seiner Frau (00:02:03)
anhangen und sie" - Mann und Frau - "werden ein Fleisch sein". Adam hatte weder Vater noch
Mutter, das heißt dieser Grundsatz, den wir hier finden, ist ein bleibender Grundsatz,
den Gott von Anfang an in seine Schöpfung hineingelegt hat, obwohl es bei Adam und Eva
eben gar nicht so gewesen ist. Und das macht deutlich, das ist Gottes bleibender Grundsatz
für die Menschheit. Dieser Grundsatz wird von dem Herrn Jesus ausdrücklich bestätigt.
In Markus 10 lesen wir in Vers 6, "dass Gott von Anfang der Schöpfung an sie Mann und Frau
machte, männlich und weiblich. Deswegen wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen
und seiner Frau anhangen und die zwei werden ein Fleisch sein. Also sind sie nicht mehr
zwei, sondern ein Fleisch", nämlich Mann und Frau. Also der Herr Jesus, der Sohn Gottes,
bestätigt ausdrücklich, was Gott am Anfang so geschaffen, so gemacht hat, wo man Gott
nicht sehen konnte, aber wo Gott das auch in seinen Auftrag, in seine Grundsätze hineingelegt (00:03:06)
hat. Diese Grundsätze finden sich dann auch wieder in der Lebenspraxis. Die werden ausdrücklich
in der Lebenspraxis bestätigt. 1. Mose 4 Vers 1: "Und der Mensch erkannte Eva seine Frau
und sie wurde schwanger und gebar Kain". Der Mensch, der Mann, Adam, nämlich, erkannte
Eva seine Frau, Mann und Frau. Vers 17: "Und Kain erkannte seine Frau und sie wurde schwanger
und gebar Hanoch", Mann und Frau. Vers 25: "Und Adam erkannte seine Frau wiederum und
sie gebar einen Sohn", Mann und Frau. Und ich nehme mal als ein letztes Beispiel, man könnte
ja viele Beispiele anführen, aber wir beschränken uns einmal auf diese Beispiele, die so eindeutig
sind, dass man da nicht dran vorbeigehen kann. 1. Samuel 1, da lesen wir in Vers 19: "Und
sie" - das ist die Elkana und Hanna - "machten sich am Morgen früh auf und beteten an vor
dem Herrn und sie kehrten zurück und kamen in ihr Haus nach Rama. Und Elkana erkannte (00:04:03)
Hanna seine Frau", das heißt Mann und Frau. Das Ganze wird bestätigt durch die Apostel.
Auch die Apostel haben keine andere Sexualethik gehabt. 1. Korinther 7 Vers 3: "Und der Mann
leiste der Frau die eheliche Pflicht, ebenso aber auch die Frau dem Mann. Das heißt Mann
und Frau. Der Grundsatz wird auch von den Aposteln ausdrücklich beschrieben und die
Lebenspraxis finden wir genauso im Neuen Testament ebenso bestätigt. In 1. Korinther 16 heißt
es in Vers 19: "Es grüßen euch die Versammlungen Asiens, es grüßen euch vielmals im Herrn
Aquila und Priscilla" - Mann und Frau - "und die Versammlungen in ihrem Haus". Auch da finden
wir keinen Unterschied. Das nächste ist, dass es nicht ein einziges Beispiel weder
im Alten noch im Neuen Testament gibt, wo Gott in positiver Weise über eine Beziehung
von Mann, Mann, Frau, Frau spricht. Im Gegenteil. Es gibt nicht nur kein Beispiel, sondern es
gibt ein ausdrückliches Verurteilen im Gesetz. 3. Mose 18 Vers 22. "Und bei einem Mann sollst (00:05:01)
du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt. Es ist ein Gräuel". Das wird noch einmal bestätigt
in Kapitel 20 Vers 13: "Und wenn ein Mann bei einem Mann liegt, wie man bei einer Frau liegt,
so haben beide einen Gräuel verübt. Sie sollen gewiss getötet werden. Ihr Blut ist auf ihnen".
Das heißt, das war damals mit der Todesstrafe zu ahnden, damals im Alten Testament unter dem
Gesetz Gottes. Im Neuen Testament finden wir nach Römer 1 Vers 24 bis 28, dass es eine Strafe Gottes
für die Entfernung von Gott, für das Nicht-Akzeptieren der Offenbarung Gottes ist: Darum
hat Gott sie hingegeben, weil man sich dem Götzendienst, weil man sich Göttern hingegeben
hat. Darum hat Gott sie hingegeben, in den Begierden ihrer Herzensünde, zur Unreinheitsünde,
ihrer Leiber untereinander zu schänden. Das ist eine Schande gegenseitig, die Wahrheit Gottes mit
der Lüge vertauscht und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht zu haben, anstatt dem
Schöpfer - wie man heute den Menschen in den Mittelpunkt stellt - nicht Gott, der gepriesen
ist. Gott, der Schöpfer in Ewigkeit. Amen. Deswegen hat Gott sie hingegeben in schändliche (00:06:03)
Leidenschaften. Sünde. Denn sowohl ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen
vertauscht. Böse Sünde. Als auch ebenso die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau
verlassen haben und in ihrer Wollust - Sünde - zueinander entbrannt sind. Sünde. Indem sie
Männer mit Männern Schande trieben - böse, schlimme Sünde. Und den gebührenden Lohn ihrer
Verirrung an sich selbst empfingen. Wahrscheinlich vielfach Krankheit und Tod, wie wir das bis heute
finden. Wir sehen also, altes und neues Testament sind vollkommen übereinstimmend. Das heißt als
Schlussfolgerung. Erstens, wir bleiben bei der biblischen Sexualethik. Wir lassen das
nicht aufweichen. Wir verändern das nicht. Wir halten das weiter für biblisch. Zweitens,
wir überlassen die Welt dem Satan und auch dem Eingreifen Gottes selbst. Wir haben mit
dieser Welt nichts zu tun. Sie steht unter der Herrschaft des Teufels. Wir können sie
nicht verändern. Wir können sie nicht verbessern. Wir brauchen das auch gar nicht erst zu versuchen,
weil es nichts bringt. Die Welt bleibt in ihrer Ethik. Das heißt, wir gehen auch nicht
auf Demonstrationen. Wir demonstrieren nicht für die biblische Ethik. Das brauchen wir
nicht, weil es nichts bringt in dieser Welt. Wir selber handeln danach. Wir selber sind Vorbilder. (00:07:03)
Wir selber sind Salz der Erde nach Matthäus 5. Dadurch können wir den besten Einfluss bringen.
Wir verkünden drittens Jesus Christus und sein Erlösungswerk, die gute Botschaft. Wir haben
nicht den Auftrag in dieser Welt, die Sexualethik zu verkündigen. Das tun wir Gläubigen gegenüber,
damit sie bei der biblischen Ethik bleiben. Ungläubigen verkünden wir das Evangelium. Das
ist unser Auftrag. Viertens, wenn wir aber gefragt werden, dann stehen wir zu der biblischen Ethik.
Dann verteidigen wir sozusagen den biblischen Glauben, indem wir erklären, warum wir Mann und
Frau, Frau und Mann als Ehe und niemals irgendetwas anderes, auch nicht mit Tieren. Und das würde
sich ja jeder anderen Sexualethik dann öffnen, die man dann haben könnte. Fünftens, wir handeln
nach Gottes Wort, wenn wir mit solchen zu tun haben, die sich Christen nennen und in dieser
falschen, unbiblischen, weltlichen Sexualethik leben. Nach 1. Korinther 5 und 6 schließen wir
sie aus, müssen wir sie ausschließen, weil sie uns sonst verunreinigen. Äußere Anteilnahme, (00:08:04)
äußere Beteiligung, äußere Verbindung verunreinigt uns innerlich. Das macht 1. Korinther 10 deutlich
und auch 1. Korinther 5, wo wir einen solchen als bösen ausschließen müssen. Sechstens,
wir lassen uns nicht von dem Scheinargument verführen. Wir hassen die Sünde, aber wir lieben
den Sünder. Das ist ein Punkt, der heute modern ist, der aber in der Bibel sich so absolut nicht
wiederfindet. Nein, wir müssen erkennen, dass ein Sünder durch seine Sünde geprägt ist und dass
wir deshalb, wenn jemand eben in dieser Sünde lebt, er genau das auch ist in Gottes Augen, ein
Sünder. Mag er am Ende ein Gläubiger sein? Das können wir aber nicht erkennen. Wir erkennen
einen Menschen an dem, was er tut und so müssen wir ihn auch sehen. Deshalb wird er ein Böser
genannt. Wird er nicht Bruder genannt mehr, sondern jemand, der Bruder genannt wird, der in
dieser Sünde ist, lebt, der muss als Böser hinausgetan werden. Das klingt hart und das muss
uns demütigen und das muss uns auch wehtun. Unbedingt. Darunter müssen wir uns beugen. Da
komme ich nochmal in einem anderen Zusammenhang drauf. Aber wir wollen bei der biblischen Ethik (00:09:04)
bleiben und wollen Gott loyal sein, dem Wort Gottes loyal sein. Das ist unser Auftrag und den
wollen wir in Liebe und in Gehorsam erfüllen, auch wenn es uns wehtut.