Seelsorge (allgemein) | Mo, 29. Juni 2026

Hirtendienst 1: ein Überblick


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(00:00:00) In den kommenden Wochen machen wir uns einige Gedanken über den Hirtendienst. Es geht ja auf unserer Seite nicht nur darum, dass solche, die Seelsorge suchen, einen Nutzen davon haben, sondern auch, dass wir uns gegenseitig ermutigen, im Hirtendienst auszuharren, den Hirtendienst anzufangen, den Hirtendienst als eine wichtige Aufgabe zu sehen. Der Herr Jesus, er ist der gute Hirte (Johannes 10). Der Herr Jesus ist der große Hirte (Hebräer 13). Der Herr Jesus ist der Erzhirte (1. Petrus 5). Erzhirte heißt der Oberhirte. Und es macht deutlich, dass der Herr Jesus Hirte ist über anderen Hirten, dass also auch wir eine solche Aufgabe haben dürfen. Er sagt Petrus, jedenfalls in 1. Petrus 5 Vers 4: "Wenn der Erzhirte offenbar geworden ist, so werdet ihr die unverwirkliche Krone der Herrlichkeit empfangen". Er spricht, der Apostel Petrus an dieser Stelle, als der Mitälteste und Zeuge zu solchen, die Älteste unter euch sind. (00:01:01) Älteste ist jetzt hier nicht eine Begrifflichkeit, die notwendigerweise in der damaligen Zeit Angestellte Älteste oder heute solche, die einen Ältestendienst tun, meint, sondern solche, die älter sind. Und damit dürfen wir unter der Autorität des Herrn Jesus einen solchen Hirtendienst tun. Dem Apostel Petrus hat der Herr Jesus ausdrücklich einen solchen Hirtendienst übertragen. Wir lesen in Johannes 21, dass der Herr Jesus dreimal zu Petrus sagt, erstmal in Vers 15 "Weide meine Lämmer", dann in Vers 16 "Hüte meine Schafe" und dann in Vers 17 "Weide meine Schafe". Damit ist Petrus natürlich als Einzelperson zunächst mal, als Apostel ausdrücklich beauftragt worden, hier im jüdischen Bereich Schafe und Lämmer, also Ältere und Jüngere zu weiden, zu hüten, ihnen Nahrung zu geben, ihnen Segen zu bringen und sie als ein wahrer (00:02:03) Hirte mit einem Hirtenherz zu bedienen. Schon in Matthäus 9 finden wir, dass der Herr Jesus über einen solchen Hirtendienst spricht und er benutzt ja das Bild des Hirten der Schafe an verschiedenen Stellen. Wir lesen in Matthäus 9 Vers 36: "Als er - der Herr Jesus - aber die Volksmengen sah, wurde er innerlich bewegt über sie, weil sie erschöpft und hingestreckt waren, wie Schafe, die keinen Hirten haben. Dann spricht er zu seinen Jüngern: Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte aussende. Und als er seine zwölf Jünger herzugerufen hatte, gab er ihnen Gewalt, über unreine Geister sie auszutreiben und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen". Und so weiter. Wir lesen also in diesen Versen, Matthäus 9 Vers 36 bis vielleicht Kapitel 10 Vers 8, dass sie genau diesen Hirtendienst tun sollten. Da war die Volksmenge, das waren damals natürlich Juden, die wie Schafe waren, die keinen Hirten haben. (00:03:01) Und der Herr Jesus sah die Zeit voraus, wo er selbst nicht mehr auf dieser Erde sein würde. Und da wollte er, dass seine Jünger, seine Apostel, dass sie einen solchen Hirtendienst tun. Heute gibt es keine Apostel mehr. Und so dürfen wir einen solchen Hirtendienst auch da tun, wo der Herr Jesus uns hingestellt hat. Dabei darf man sicherlich unterscheiden und muss das auch tun, dass es erstens einen persönlichen Hirtendienst in seinem Umfeld gibt. Das heißt, wir reden an dieser Stelle nicht davon, dass es einer besonderen Gabe bedarf, um einen Hirtendienst zu tun. Das gibt es auch, dazu komme ich gleich, sondern dass jeder von uns in den Kontakten, die er hat, in den Beziehungen, die er wahrnimmt, in der Familie, in der Ehe, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, unter Gläubigen, dass er einen solchen Hirtendienst tun darf. Wir sehen zweitens, in Gottes Wort, dass wir als Eltern im Blick auf unsere Kinder einen Hirtendienst haben. Nicht von ungefähr sagt man Eltern, Hirten der Herzen ihrer Kinder. Drittens sind natürlich solche, die eine Kinderstunde, eine Jugendstunde tun, das sind (00:04:06) solche, die einen Hirtendienst tun. Wir werden uns damit beschäftigen. Viertens ist der evangelistische Dienst heute in der christlichen Zeit, wir können vielleicht sagen in der Endzeit, ist er in besonderer Weise ein Hirtendienst geworden. Fünftens gibt es den Ältestendienst, gibt es den Dienst, wo der Herr solche, die an einem Ort in den örtlichen Zusammenkommen einen Ältestendienst ausüben und dort besondere Qualifikationen haben müssen und auch diesen Dienst zur Ehre des Herrn ausüben dürfen und sollen. Dann gibt es sechstens, ganz gewiss, die Gabe eines Hirten, wie der Apostel Paulus in Epheser 4, Vers 11 deutlich macht, dass es eine Gabe, die überörtlicher Natur ist, nicht auf den Ort wie der Ältestendienst beschränkt. Dann wollen wir uns auch noch beschäftigen damit, dass Schwestern einen Hirtendienst tun können. Sehr interessant, dass wir im Alten Testament eine Hirtin finden und dass wir im Neuen Testament (00:05:01) die Tätigkeit eines Hirten auch im Blick auf Frauen, auf Schwestern finden, damit werden wir uns beschäftigen. Dann ist der Dienst an alten Geschwistern ganz gewiss ein Hirtendienst, wahrscheinlich ein Dienst, der sehr unterschätzt wird und der leider auch wenig ausgeführt wird. Dann haben wir den Dienst an Personen, die kurz vor dem Tod stehen, das ist ein ganz besonderer Dienst, auch ein ganz besonders herausfordernder Dienst, aber ein wunderbarer Dienst, wo wir Menschen, auch Gläubigen, helfen können, die kurz davor stehen, in das Reich der Ewigkeit überzutreten. Ein spezieller Dienst ist auch der Hirtendienst an Kranken, auch damit wollen wir uns auseinandersetzen im Folgenden und wollen darüber nachdenken, was es da eigentlich für besondere Kriterien oder besondere Hinweise in Gottes Wort gibt. Und dann möchte ich davon unterschieden noch sehen, den Dienst an Schwachen. Gottes Wort unterscheidet zwischen Kranken und Schwachen, unterscheidet zwischen Schwachheit und Sünde und auch dieser Dienst ist ein wertvoller und ein notwendiger Dienst. (00:06:04) Gottes Wort ist wirklich voll davon, im Alten wie im Neuen Testament den Hirtendienst uns zu beschreiben, ein leider sehr wenig getaner Dienst und deshalb soll diese Reihe von Podcasts dazu ermutigen, diesen Dienst mit Eifer, mit Freude und mit Entschiedenheit zu tun.
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