Die Beschreibung des Lebens Lot muss uns eine Warnung sein - jungen wie älteren Gläubigen. Wie leicht finden wir uns mitten in der Welt wieder - und dann?
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(00:00:00)
Seelsorge ist ja nicht nur Trost zu geben, Seelsorge ist nicht nur zu ermuntern oder
zu ermutigen.
Seelsorge bedeutet auch zu warnen und zu ermahnen und das möchte ich in diesem Fall tun.
In diesem und auch in dem folgenden Podcast geht es um die Warnung vor einem Weg in die
Welt und mit der Welt und das ist eine Warnung, die ich gerade euch, die ihr jung seid, aussprechen
möchte.
Ich möchte euch gerne bewahren davor, dass ihr den Fehler wiederholt, den viele junge
Leute vor euch begangen haben.
Aber es ist genauso eine Warnung für uns, die wir älter sind.
Wir sehen das an Demas.
Demas war kein Jugendlicher mehr, war auch kein Spätjugendlicher mehr und doch hat er
die Welt lieb gewonnen.
Der Weg in die Welt ist immer tragisch, ist immer zum Schaden und ich nehme als ein Beispiel
dafür das Leben von Lot.
Lot war, wie wir aus 2.
Petrus 2 wissen, ein gerechter Mann und das möchte ich gerne vorlesen aus 2.
Petrus 2, wie es da heißt in Vers 7: "... und wenn er" - Gott - "den gerechten Lot rettete, der
von dem ausschweifenden Wandel der Frevler gequält wurde, denn der unter ihnen wohnende (00:01:03)
Gerechte quälte durch das, was er sah und hörte, Tag für Tag seine gerechte Seele
mit ihren gesetzlosen Werken".
Dreimal wird hier ausdrücklich gesagt, dass Lot ein gerechter war und wir müssen sagen,
dass wir das aus dem Alten Testament nicht entnehmen könnten, dass er wirklich gerechter
war.
Aber hier lesen wir in 2.
Petrus 2, dass er gerechter war und Gott betont das ausdrücklich, damit wir ein Bewusstsein
haben, was das für ein Mann war, aber auch was für einen Weg er gegangen ist, denn
er quälte durch das, was er sah, Tag für Tag seine gerechte Seele.
Da könnte man ja in einem ersten Gedanken meinen, das bezieht sich doch auf uns alle,
wenn wir das anschauen, was in dieser Welt ist, das ist doch furchtbar, das ist doch
quälend, das ist doch so, aber das meint Petrus hier nicht.
Er meint dadurch, dass er genau diesen Weg in Gemeinschaft mit dieser Welt gegangen
ist, hat er sich zerreißen lassen, innerlich.
Auf der einen Seite wollte er als Gläubiger leben, er hatte eine gerechte Seele, auf der
anderen Seite mit dem anderen Fuß, mit dem anderen Teil seines Herzens, stand er mitten
in der Welt und das zerreißt einen Menschen, das hat Lot zerrissen, das hat ihn gequält, (00:02:04)
das war kein glückliches Leben, das war ein qualvolles Leben und ich wünschte, dass du
diesen Weg nicht gehst, sondern dass du dich bewahren lässt davor.
Nun was zeigt uns Gottes Wort in dem Alten Testament über Lot?
Wir finden erstens, dass er ein Mitläufer war.
Kapitel 11 Vers 31:
"Tarah nahm seinen Sohn Abram und Lot den Sohn Harans" und so weiter und ging dann weiter.
Dann lesen wir in Kapitel 12 Vers 4.
"Und Abram ging hin, wie der Herr zu ihm geredet hatte, und Lot ging mit ihm".
Vers 5.
"Und Abram nahm Sarai, seine Frau, und Lot, den Sohn seines Bruders".
Kapitel 13 Vers 1.
"Und Abram zog herauf aus Ägypten, er und seine Frau und alles, was er hatte, und Lot
mit ihm".
Das sind jetzt nur Beispiele von diesem Mitläufertum.
Lot hat nicht ein eigenes Glaubensleben mit dem Herrn geführt, er ist anderen Gläubigen
nachgelaufen und wenn sie in eine verkehrte Richtung liefen, wie Abram das leider getan
hat, dann ist er gleich mit in die falsche Richtung gelaufen.
Wir werden in die Welt laufen, du wirst in die Welt gehen, wenn wir nur Mitläufer sind. (00:03:06)
Wir müssen zweitens Entscheidungen für Gott lernen.
Und das sehen wir bei Lot, dass er das nicht gelernt hat.
Wir lesen in Kapitel 13 Vers 10.
"Lot erhob seine Augen und sah die ganze Ebene des Jordan, dass sie ganz bewässert war,
gleich dem Garten des HERRN, wie das Land Ägypten bis nach Zohar hin".
Und dann hat er genau diese Stelle erwählt.
Er hat nicht gelernt, eine Entscheidung mit dem Herrn zu führen.
Er hatte nicht gelernt, eine Entscheidung, wir würden heute sagen, auf der Grundlage
des Wortes Gottes zu führen, zu treffen.
Denn in Vers 13 heißt es: "Die Leute von Sodom waren sehr böse und große Sünder vor dem
HERRN".
Das hätte er erkennen können, das hätte er wissen können, wenn er mit dem Herrn gegangen
ist.
Und wenn man nicht gelernt hat, Entscheidungen zu treffen, das ist natürlich auch eine Frage,
die Eltern betrifft, die ihren Kindern das beibringen müssen.
Aber wenn man das nicht lernt, dann wird man in eine falsche Richtung gehen.
Du musst lernen, Entscheidungen zu treffen und zwar Entscheidungen nicht aus dem Bauch
heraus, sondern Entscheidungen auf der Grundlage des Wortes Gottes. (00:04:02)
Nur das macht wirklich glücklich.
Drittens möchte ich sagen, gewiss hat Lot nicht geplant, in Sodom zu wohnen.
Irgendwann hat er auch gehört, dass da Sünder waren.
Da wollte er nicht hin.
Wir lesen in Kapitel 13 in Vers 12: "Er wohnte in den Städten, der Ebene schlug Zelte auf
bis nach Sodom.
Der ist nicht nach Sodom sofort gelaufen.
Das waren Zelte.
Er hat in Zelten gewohnt, genau wie Abraham.
Er hatte noch ein Zeugnis, dass er nicht zu dieser Welt gehört, dass er ein Fremdling
war.
Nur bis Sodom.
Und ganz gewiss hat er sich gedacht, also in diese böse Stadt, da will ich auch nicht.
Da will ich auch nicht gehen.
Aber dann ist er da gelandet, wie wir dann sehen.
Kapitel 14 Vers 12 finden wir, dass Gott ihn warnt.
Da lesen wir, dass diese Feinde, die dort einen Kampf ausgetragen haben, Kedorlaomer
und seine Gesellen, "nahmen Lot, den Sohn von Abrahams Bruder und seine Habe und zogen davon,
denn er wohnte in Sodom".
Ja, jetzt war er schon in Sodom.
Und da ist er in Gefangenschaft genommen worden und Gott warnt ihn dadurch.
Dann gibt er ihm eine Hilfestellung, Kapitel 14 Vers 16: "Und Abraham brachte alle Habe (00:05:03)
zurück und auch Lot, seinen Bruder und dessen Habe brachte er zurück und auch die Frauen
und das Volk".
Was für eine Hilfestellung, dass da einer war, der ihn zurückgeführt hat, der ihn
aus der Gefangenschaft der Welt wieder befreit hat.
Und er hat diese Hilfe angenommen und das wünsche ich dir auch, dass du erstens Warnungen
ernst nimmst und zweitens, dass du Hilfestellungen dann auch annimmst, die dir gegeben werden,
um befreit zu werden aus den Fängen des Teufels, aus den Fängen dieser Welt.
Aber es bringt nichts, wenn wir einfach weitermachen.
Wir lesen jetzt eine ganze Anzahl von Kapiteln, überhaupt nichts von ihm, bis es dann auf
einmal in Kapitel 19 Vers 1 heißt: "Und die beiden Engel" - waren da Abraham nicht drei
Engel - "kamen am Abend nach Sodom und Lot saß im Tor Sodoms".
Er hat sich nicht getrennt.
Der hat erst mal aufgeatmet, war dankbar für die Befreiung und hat dann einfach weitergemacht.
Und das erlebe ich immer wieder bei jungen Leuten, die eine erste Hilfestellung annehmen
wollen, dann aber trotzdem einfach weitermachen und sich nicht eben bewahren lassen, nicht (00:06:05)
bereit sind, eine wirkliche Entscheidung gegen die Welt und für den Herrn zu treffen.
Ja, und dann sehen wir bei Lot - siebtens -, dass er die Gesellschaft dieser Welt geliebt hat und
auch einen hohen Posten in dieser Welt.
Kapitel 19 Vers 1 haben wir das gerade gelesen, dass er sogar in dem Tor saß.
Ja, dann ist es weitergegangen, dann ist es sehr schnell gegangen, dass er mitten in der
Welt zu Hause ist und das führt dann achtens zu einer fehlenden Gemeinschaft mit dem Herrn.
Ist doch klar, dass wenn ich in der Welt zu Hause bin, wenn mein Herz für die Welt schlägt,
wenn mein Herz in dieser Welt seinen Ruheort gefunden hat, dass ich dann keine echte Gemeinschaft
mit dem haben kann, der als einziger wirklich mächtig ist, der über allem steht, der der
Allmächtige ist, der mir helfen kann, der mein Leben glücklich machen kann, der in
meinem Herzen wohnen kann, zu meiner, zu meinem Segen, zu meinem Nutzen.
Denn wir finden, das ist für mich so die Begründung hier, im Unterschied zu Abraham
finden wir eben hier nicht, dass drei Engel kommen, das heißt der Herr mit ihnen, er kann (00:07:03)
nur die zwei Engel schicken, der Herr selbst ist nicht mit dabei.
Und dann finden wir neuntens, dass das Zeugnis in dieser Welt natürlich kein wahres Zeugnis,
kein gutes Zeugnis mehr ist.
Wir lesen im Vers 9: "Der eine ist gekommen, um als Fremder hier zu weilen und will den
Richter machen".
Was ist das für ein Zeugnis?
Lot hat sich eins gemacht mit dieser Welt, aber die Welt hat erkannt, dass er nicht von
der Welt ist.
Aber sie haben überhaupt kein positives Wort über ihn zu reden.
Das war nicht wie bei Abraham, dass der Abimelech sagen muss, das ist ein Fürst, das ist jemand,
der wirklich gläubig ist.
Nein, sie verachten ihn, sie verspotten ihn, sie hassen ihn.
Aber noch schlimmer ist zehntens, dass er kein Zeugnis in der Familie mehr hat.
Dass er nicht mehr die Zeugniskraft hat, in der Familie irgendetwas zu gelten.
Im Gegenteil.
Man verspottet ihn.
Als er die Schwiegersöhne aus Sodom herausholen will, da heißt es: "... aber er war in den Augen
seiner Schwiegersöhne wie einer, der Scherz treibt".
Du brauchst kein Zeugnis mehr für den Herrn Jesus, für den Glauben, für irgendetwas (00:08:02)
abzulegen.
Du brauchst nicht mehr zu sagen, ich halte an meinem Glauben fest.
Das ist ein vollkommener Widerspruch zu dem, wie du lebst.
Das ist letztlich Heuchelei zu sagen, ich halte an meinem Glauben fest, lebe aber in
der Sünde, lebe aber mit dieser Welt zusammen.
Das nimmt deinem Zeugnis, deinem Bekenntnis jede Authentizität, jede Glaubenskraft.
Elftens, braucht uns ja nicht zu wundern, dass er seine Frau auch aus Sodom genommen
hat.
Sie ist und bleibt eine Namenlose, so wie bei dem armen Lazarus und dem reichen Mann.
Sie ist namenlos.
Warum?
Weil sie unbekehrt war, weil sie offensichtlich aus Sodom kam, 19 vor 26: "Und seine Frau sah
hinter sich um und wurde zu einer Salzsäule".
Sie hing an dieser Welt.
Leider Lot auch.
Aber nicht nur er hat eine Ungläubige geheiratet, seine Töchter folgten seinem schlechten Vorbild.
Denn wir lesen ja 19 Vers 14, dass die Schwiegersöhne sich über ihn lustig gemacht haben.
Die kamen genauso aus Sodom.
Das zeigt eben, dass unser Tun Folgen hat, Vorbildcharakter hat, dann auch für andere. (00:09:03)
Du hast vielleicht jüngere Geschwister, du bist verantwortlich dafür, wenn sie den Weg
dir folgen.
Das ist nicht nur ihre Verantwortung, sondern auch deine, dass sie deinem verkehrten Vorbild
folgen, vielleicht andere in deiner Umgebung, vielleicht Ungläubige, die sagen, der hat
mal gesagt, der wäre Christ, aber jetzt lebt er ja total anders, jetzt hat er ja alles
aufgegeben, also scheint es sich nicht zu lohnen.
Was für eine Verantwortung auch für andere.
Dann lernen wir 13., dass er alles verloren hat, er musste alles in Sodom zurücklassen.
Er hat alles verloren.
Das wirst du auch erleben, du wirst alles verloren, du wirst deinen geistlichen Besitz,
vielleicht wirst du äußerlich sehr erfolgreich sein in dieser Welt, aber was hast du davon?
Das bleibt alles zurück.
Das weißt du ganz genau, wenn du stirbst, wie man so sagt, das letzte Hemd hat keine
Taschen, da gibt es nichts, was du mitnehmen kannst.
Und Lot hat wirklich alles - für uns geistlicherweise-, allen Besitz verloren.
14. sehen wir, dass er total einsam ist, total vereinsamt ist, da ist ja keiner mehr, er hat
seine beiden Töchter, aber er hat keine Frau mehr, er hat keine Kollegen mehr, er hat keine (00:10:01)
Freunde mehr, total einsam und vereinsamt.
Du kannst Freunde in dieser Welt haben, aber du merkst genau, dass sich das innerlich leer
zurücklässt.
Du bist einsam, du wirst vereinsamen in dieser Welt.
15.
Er hat keine Glaubensenergie mehr, keine Energie.
Er soll auf das Gebirge hochlaufen, um sich zu schützen, um bewahrt zu werden und dann
sagt er: "... du hast doch deine Güte groß gemacht, die du an mir erwiesen hast, um meine Seele
am Leben zu halten.
Ich kann mich nicht auf das Gebirge retten, es könnte mich das Unglück ereilen, dass
ich sterben würde".
Was für eine Torheit.
Keine Glaubensenergie mehr, dahin zu gehen, wo Abraham war.
Und dann finden wir 16.
Er hat auch noch seine Ehre verloren.
Das, was seine Töchter mit ihm gemacht haben, hat ihm noch die letzte Ehre geraubt.
Und das ist bis an das Ende, selbst bis in die Zukunft wird das noch offensichtlich sein,
denn die Söhne Lots, Moab (vom Vater) und Amon (Sohn meines Volkes), wird immer wieder davon
zeugen, dass Lot seine Ehre verloren hat. (00:11:02)
Willst du diesem Beispiel von Lot folgen?
Das kann ich nicht glauben, das will ich nicht glauben.
Willst du dich nicht warnen lassen durch diese Geschichte?
Ich weiß, nicht jede Geschichte endet in einem solchen Drama, aber du bist genau auf
diesem Weg, vergiss das nicht.
Und wer sich die Freiheit nimmt, diesen Weg zu wählen, der weiß nicht, ob er jemals
anhalten kann, bis in die Unmoral.
Und so wird nicht berichtet, dass Lot gestorben ist.
Er ist vorher gestorben schon.
Moralisch, geistlich, seelisch, geistig, alles hat er verloren.
Das willst du nicht.
Und ich glaube, dass du das nicht willst.
Deshalb, fälle jetzt eine Entscheidung, eine Entscheidung für den Herrn, eine Herzensentscheidung,
bei der du bleibst, wo du wieder neu die Gemeinschaft mit dem Herrn suchst, das macht dich glücklich,
das allein.