Unzucht

Moralisch sauber– macht das heute noch Sinn?

Im Übrigen, Brüder, … alles, was rein … ist, dies erwägt“ (Phil 4,8). Wir leben heute in einer Gesellschaft, die durch das Motto geprägt ist: „Tu das, was dir Spaß macht. Und das intensiv!“ Nicht nur das Recht über den „eigenen Bauch“, sondern Freizügigkeit in jeder Hinsicht wird groß geschrieben.

Es wäre unredlich zu leugnen, dass diese Geisteshaltung nicht auch auf Christen abfärbt und bereits Einstellungsänderungen bewirkt hat. Wie viele junge Christen warten noch bis zur Ehe, bis sie Geschlechtsverkehr mit ihrem „Partner“ haben?

Warum warten?

Vielleicht antwortest du: ‚Es lohnt sich nicht zu warten. Denn einerseits tut das ja sowieso fast keiner. Und die Eheschließung ist ja doch nur ein formaler Akt.‘ Auch wenn diese „nur“ eine solche formale Handlung darstellt, so ist sie für die Ehe notwendig, nämlich um dem Zusammenleben von Mann und Frau einen öffentlichen Beginn zu geben. So wird es in der Bibel immer erwartet, ob mit oder ohne Standesamt1.

Vielleicht bildest du dann eine Ausnahme in deinem Umfeld und Bekanntenkreis. Aber ist dir nicht die Wertschätzung Gottes wichtiger, die nicht nur für ein paar Minuten oder Tage mit Freude erfüllt, sondern Auswirkungen bis in die Ewigkeit hat? Gott möchte es jungen und alten Christen nicht schwer machen, sondern er hat unser Gutes im Sinn. Und diejenigen, die bis zur (bürgerlichen) Eheschließung mit Geschlechtsverkehr gewartet haben, werden wohl bestätigen, dass es für die eheliche Beziehung gut war. Gott möchte eine Beziehung nicht über die körperliche Vereinigung beginnen lassen, sondern stellt die Verbindung des Geistes und der Seele an den Anfang. Wenn diese Beziehung tragfähig ist, dann kommt es in der Ehe zur vollständigen Verbindung, die auch den Körper mit einschließt. Gott hat uns die Freude der Sexualität geschenkt – aber für die Ehe!

Was wir in der Bibel lesen

Gott gibt uns in seinem Wort, der Bibel, eindeutige Hinweise, was Er in moralischer Hinsicht als Sünde bezeichnet. Wir wollen uns einige Begriffe, die wir dazu im Neuen Testament finden, kurz ansehen, um unser Gewissen auch in solchen Fragen zu schärfen. Vielleicht denkst du, dass ein solches Thema nicht besonders erbaulich ist. Es mag sein, dass es „schönere“ Gedanken in der Bibel gibt. Aber ganz offensichtlich haben wir es nötig, diese sündigen Taten und Herzenszustände vorgestellt zu bekommen, um davon abgeschreckt zu werden, ihnen nachzugehen. Denn wir finden diese Sünden in der Bibel ausdrücklich genannt!

Gott hasst die Sünde, und Er macht uns an verschiedenen Stellen in seinem Wort deutlich, dass Menschen, die die nun folgenden Sünden begehen, keinen Platz im Reich Gottes haben können (1. Kor 6,9-10). Wie könnten wir dann solchen Dingen „nachgehen“?

1. Korinther 6,9.10

Das Gesetz von Saat und Ernte

Die hier genannten Sünden sind letztlich nur ein „Ausschnitt“ aus dem Katalog der moralischen Verfehlungen, über die das Wort Gottes spricht und vor denen es uns eindrücklich und ausdrücklich warnt. Wenn ein Christ meint, diese Dinge wären nicht so schlimm, stellt er sich direkt gegen die Heiligkeit Gottes. Und auch heute noch gilt: „Was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Gal 6,7). Gott lässt sich nicht spotten!

Vielmehr sollten wir die Worte des Apostels im Anschluss an die Aufzählung dieser Sünden in 1. Korinther 6 beherzigen: „Aber ihr seid abgewaschen, aber ihr seid geheiligt, aber ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes“ (Vers 11). Wenn wir uns bewusst sind, dass wir durch das Werk des Herrn Jesus nicht mehr zu dieser Welt gehören und alle Verunreinigungen abgewaschen worden sind, so dass wir ganz auf der Seite Gottes stehen, werden wir uns dieser moralischen Sünden enthalten, sie fliehen. Ganz praktisch bedeutet das, ein Leben zu führen, das für Gott ist und sich von der Welt und ihren Gedanken sowie Gesinnungen trennt.

Macht es heute noch Sinn, moralisch sauber zu leben? Ja! Wenn du deinem Retter treu bleiben willst, dann wird sein Segen dich begleiten. Dafür lohnt sich Verzicht!

Falls Du in solchen Sünden verstrickt bist, dann kannst Du umkehren. Wenn Du keinen Weg aus solch einer Situation siehst und Fragen hast, dann wende Dich an uns – wir versuchen, Dir eine Hilfestellung zu geben oder Dir jemand zu nennen, der einigermaßen in Deiner Nähe ist, um Dir konkrete Vorschläge und eine Begleitung anzubieten.

1 Im AT z.B. gab es zwar kein Standesamt, sehr wohl aber eine öffentliche Feier. Von dem Augenblick an galten Mann und Frau als Ehepaar.

2 Heute wird der Begriff „Hurerei“ praktisch nur noch auf den geschäftlichen Verkauf von Sexualität – Männer und Frauen, die sich anderen gegen Bezahlung anbieten – verwendet. Die Bibel verwenden dieses Wort jedoch in wesentlich weit gehenderer Weise.